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Steeldart – Eigenschaften, Kaufberatung und Vereine

Beim Dart handelt es sich um einen Präzisionssport, der auf Geschicklichkeit und Treffsicherheit beruht. Beim Kampf 1 gegen 1 liegt der Fokus auf ein zielgenaues Werfen unter einem hohen mentalen Druck. Jeder einzelne Wurf verlangt Konzentration und Beständigkeit.

Der Sport gliedert sich in zwei Spielvarianten auf: Dem Steel- und dem Softdart (E-Dart). Beide Spielvarianten besitzen ihre eigenen Spielregularien. Gewertet wird so zum Beispiel ein Wurf beim Steeldart erst, wenn der Dart bis zum Rausziehen durch den Spieler im Dartboard stecken geblieben ist. Weitere Unterschied lassen sich im Gewicht und der maximalen Länge der Darts sowie der Höhe, in der die Dartscheibe angebracht ist, finden.

Zwar bietet auch der Softdart die Möglichkeit für Liga- und Ranglistenspiele, aber die bekanntere Spielvariante ist der Steeldart. Dieser wird unter anderem bei der PDC, der Professional Darts Corporation, und er BDO, British Darts Organisation, gespielt.

Steeldart – welche Eigenschaften hat ein Steeldart?

Namensgebend für den Steeldart ist die Spitze (Tip oder Point) aus Metall. Beim Steeldarts zugelassen sind Steeldarts mit einer Länge von bis zu 30,5cm und einem Gewicht von maximal 50g. Beide Maximale werden jedoch  nicht wirklich ausgereizt im Spiel. Kein Spieler würde einen unterarmlangen Dart werfen wollen. Die Stahlspitzen besitzen unterschiedliche Längen und sind leicht abgerundet. Die Abrundung verhindert eine übermäßige Abnutzung des Dartboards und ermöglicht ein besseres, da stabileres Hängen der Darts im Board.

Das Herz- und zugleich Griffstück des Dart ist das Barrel. Dieser unterscheidet sich in Gewicht Material, Form und Griffprofil. Besonders hochwertig sind Tungsten (Wolfram) Barrels. Je höher der Tungsten Anteil, desto dünner können die Darts geformt werden bei gleichbleibendem Gewicht.  Anfänger sollte jedoch die preisgünstigeren, aber dickeren Messing oder Nickel-Barrels kaufen.

Weitere Bestandteile von Darts sind die Shafts und die Flights. Erstere  werden aus Nylon, Aluminium oder Kohlefasern hergestellt. Wichtig zu wissen ist: Ein längerer Shaft stabilisiert den Wurf dadurch, dass der Schwerpunkt nach hinten verlagert wird. Die Flights sind aus Polyester oder Nylon. Verwendet werden zumeist Standard-Flights. Formen wie Fantail, Slim, Pear oder Kite werden weniger gekauft. Potentiell gilt, je fester und stabiler der Flight ist, desto besser ist die Flugbahn des Darts.

Im Übrigen lassen sich Softdarts durch den Kauf einer aufschraubbaren Spitze, den sogenannten Conversion Points, in Steeldarts umwandeln.

Steeldart – welche Steeldart-Vereine gibt es?

Vertreten wird der Steeldart durch den WDF, die World Darts Federation, an der Dartspieler aus 60 Nationen beteiligt sind. Der WDF veranstaltet in Deutschland Weltranglistenturniere. Deutschlandweit lassen sich des Weiteren viele örtliche Vereine finden, die im vom Landesverband organisierten Turnieren gegeneinander spielen. Auf regionaler Ebene werden die Landesverbände durch viele verbandsunabhängige Vereine und Ligen ergänzt. Der DDV, der Deutsche Dart-Versand, sowie die angeschlossenen Landesverbände veranstalten auf Landes- bzw. Bundeseben Ranglistenturniere.

Die wohl bekannteste Dartorganisation ist der PDC, die Professional Darts Corporation, die 1992 neben der WDF als Profiliga von den 16 Topspielern der BDO, der British Dart Organisation, gegründet wurde. Da Dart auch in Deutschland zunehmend beliebt wird, veranstaltet die PDC inzwischen auch außerhalb ihres Kerngebietes UK Turniere. Vertreten werden diese durch die German Dart Corporation. Diese bietet im deutschsprachigen Raum eine eigene Turnierserie an.

Steeldarts – welchen Steeldart sollte man kaufen?

(Vorab gleich die Information: Für Anfänger steht nachfolgend ein separater Text zur Verfügung. Diese Kaufberatung wendet sich ausschließlich an spielerfahrene Spieler.)

Eine generelle Kaufberatung für den perfekten Dart gibt es nicht. Der Kauf eines Steeldarts ist abhängig vom individuellen Wurfstil und den Vorlieben. Generell gibt es für ambitionierte Spieler jedoch die folgenden Tipps beim Kauf eines Steeldarts zu beachten:

Die Stahlspitze sollte bei Kauf eine leichte Abrundung aufweisen. Dies verhindert eine übermäßige Abnutzung des Boards und ermöglicht ein besseres Hängen im Board. Als Tip: Sollte die Spitze mit der Zeit Abnutzungserscheinungen aufweisen, lässt sich dies durch einen Schleifstein beheben.

Spieler mit Erfahrung sollten hochwertigere Tungsten-Barrels erwerben. Durch die hohe Dichte des Materials kann der Barrel bei einem prozentual höheren Tungsten-Anteil schmaler geformt werden und somit mit dem Dart eine engere Gruppierung auf den Board erzielt werden. Bewegliche Spitzen (Powerpoints, Hammerheads) vermindern zudem Bouncer und sind damit eines zusätzlichen Kaufes wert.

Ebenso wichtig für eine bessere Gruppierung im Dart ist, dass die Darts leicht im Board hängen, sodass man nachfolgende Darts drauflegen kann. Dies klappt besonders gut durch längere Shafts. Um Shafts und Flights zu schützen sollten Protectoren verwendet werden. Sie spreizen den Flight und sorgen damit dafür, dass der nächste Dart zwar abprallt, aber trotz allem in der Regel im Board landet.

Bei den Flights  wird von den meistern Spielern die Standard-Form gekauft. Die Flächenangaben dienen hierbei nur der Orientierung. Eine größere Flight-Fläche resultiert nicht in mehr Auftrieb. Wer keine Standard-Flights verwenden will, sollte zu den Kite-Flights greifen, da diese den Standards im Spielverhalten am nächsten kommen. Potentiell gilt die Balance zwischen einem stabilen Flug ohne Strudeln und einem nicht zu dicken Stoff zu finden, da dieser nachfolgende Darts ablenken könnte. Spieler sollten die Flights bei Auftreten von Knicken und Rissen durch den Kauf neuer Flights ersetzen.

Steeldart - welche Steeldarts sollten Anfänger kaufen?

Beim Dart gibt es (leider) nicht die eine richtige Technik beziehungsweise den einen perfekten Dart. Jeder Dart muss individuell auf den Spieler angepasst werden. Alter, Größe und Gewicht des Spielers haben im Übrigen nahezu keinen Einfluss auf die Zusammenstellung des eigenen Darts. Anfänger sollten jedoch trotz allem die folgenden Tips beim Kauf von Darts beachten:

Spieler mit einem schwächeren Wurf sollten einen tropfenförmigen Barrel verwenden, da dieser den Schwerpunkt nach vorne verlagert. Spieler mit kräftigeren Wurf sollten hingegen einen zylinderförmigen Barrel kaufen. Anfänger müssen im Übrigen nicht gleich die zwar höherwertigeren, aber teureren Tungsten-Barrels kaufen. Messing Barrels sind zu Beginn der Spielerlaufbahn ausreichend für das eigene Spiel.

Beim Gewicht ist es besser mit schwereren Darts (um die 24g) zu starten, da das höhere Gewicht schlechte Würfe besser ausgleicht. Entscheidend beim Kauf eines neuen Darts ist des Weiteren die Länge des Shafts: Dieser sollte so lange sein, dass man den Dart entspannt halten kann und die einzelnen Finger nicht verrenken muss. Anfänger sollten ferner längere Shafts kaufen, da diese mehr Auftrieb gewährleisten und somit leichter und mit weniger Kraft zu werfen sind. Als Material sollte der Anfänger zu Kunststoff greifen. Dieses ist gegenüber den Metallshafts unempfindlicher. Zuletzt empfiehlt es sich bei den Flights die Standard-Variante zu kaufen und Protectoren zu verwenden, um die Lebensdauer der Darts zu erhöhen.

Steeldart – welches Dartboard sollte man kaufen?

Beim Steeldart werden Boards des Typs London verwendet. Der Aufbau und die Abstände des Boards sind normiert. Die 20 Segmente besitzen eine Wertigkeit von 1 bis 20. Treffer im Bull’s Eye (oder auch Inner-Bull, Double-Bull) erzielen 50 Punkte; Treffer im Outer-Bull (auch Single-Bull) nur 25 Punkte. Der innere, schmale Ring, das Triple, führt zu einer Verdreifachung des Wertes; der äußere, schmale Ring, das Double, verdoppelt die Punktzahl des Feldes beim Steeldart.

Hochwertige Dartboards beim Steeldart werden aus Sisalfasern gefertigt (Bristle Board). Die Naturfaser Sisal wird aus den Blättern der Agaven hergestellt. Einfachere Dartboards werden hingegen aus Kork oder Papier gefertigt. Die Trennung der Segmente erfolgt durch ein  Drahtgeflecht, der sogenannten Spinne. Der Kunde sollte beim Kauf auf eine dünne und zugleich stabile Fertigung der Spinne achten zwecks Vermeidung von Bouncern.

Ebenfalls zum Kauf zur Verfügung für den Spieler stehen Trainer Boards, die kleinere Doubles und Triples besitzen.