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Softdarts

Dart gliedert sich in zwei Spielarten auf: Steel- und Softdart (auch E-Dart genannt). Bei ersteren werden namenskonform Spitzen aus Stahl verwendet. Letztere wiederum besitzen Spitzen aus Kunststoff. Ursächlich hierfür ist, dass Softdart auf elektronsiche Dartscheiben gespielt wird. Um die Elektronik dieser zu schützen, sind diverse Regularien von nötig. So dürfen die Darts beim Softdart maximal 18g wiegen und nicht länger als 16,8cm sein.

Ein weiterer Unterschied zwischen Steel- und Softdarts ist zudem, dass beim Softdart der Automat das Zählen für einen übernimmt und Bouncer gewertet werden. Ein Dart wird also nicht erst dann gewertet, wenn er bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Spieler ihn eigenhändig aus dem Board entfernt, im Board hängen geblieben ist. Neben Triple-Feldern finden sich zudem immer wieder Automaten mit Vierfach-Feldern. Diese sind jedoch nicht bei Ligaspielen zugelassen. Auch die Höhe, in der die Dartscheibe hängt, variiert zwischen Soft- und Steeldart.

Softdarts lassen sich im Übrigen auch auf einigen Steeldartboard spielen. Je nach Modell halten sie gut im Sisal des Boards. Als Tipp: Mit Schmirgelpapier die Plastikspitzen anspitzen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Softdarts im Board hängen bleiben.

Aufbau eines Softdarts

Der Aufbau vom Softdart entspricht demjenigen von Steeldarts. Sie besitzen neben der Spitze (Tip oder Point) ein Barrel, einen Shaft und einen Flight. Jeder Bestandteil des Darts ist hierbei individuell auswählbar und kann den Bedürfnissen des Spielers angepasst werden. Spieler sollten sich vor Kauf eines Softdarts ausgiebig damit auseinander setzen, wie welcher Bestandteil das Flugverhalten verändert beziehungsweise welcher Bestandteile in welcher Form den eigenen Wurf optimal unterstützt.
Das Barrel, das Griffstück des Darts, trägt durch sein Gewicht und Form zum Flugverhalten bei. Je nach Bedarf sind Barrels mit unterschiedlichen Gewicht, Material, Form und Griffprofil erwerbbar. Besonders hochwertigere Barrels werden aus Tungsten (Wolfram) gefertigt. Der Anteil an Tungsten wird in Prozent angegeben. Je höher der Anteil, desto dünner kann der Dart geformt werden ohne das er im Gewicht variiert.

Die Shafts sind das Verbindungsstück zwischen Barrel und Flight. Sie sind erwerbbar in Nylon, Aluminium oder Kohlefasern. Spieler, die den Dart weiter hinten greifen, sollten zu einen langen Shaft greifen. Dieser verlagert den Schwerpunkt nämlich nach hinten. Spieler, die hingegen Darts in Höhe des Barrels halten, sollten zu kurzen Shafts greifen. Diese besitzen den Schwerpunkt in Höhe des Barrels.

Die Flights, die Flügel des Darts, stabilisieren die Flugbahn des Darts. Sie bestehen zum Beispiel aus Polyester oder Nylon. Verwendung finden Formen wie Kite, Slim, Pear oder Standard. Die verwendete Form ist hierbei individuell wählbar. Potentiell sollten schwerere Darts aber mit Flights benutzt werden, die eine große Oberfläche auszeichnet. Leichtere Darts können hingegen mit Fligts mit einer geringen Oberfläche gespielt werden.

Was muss man beim Kauf eines Softdarts beachten?

Wichtig beim Kauf eines Softdarts ist es, dass die maximalen Maße für Länge (16,8cm) und Gewicht (18g) eingehalten werden. Ansonsten drohen Beschädigungen des Dartboards. Abgesehen hiervon lässt sich jedoch keine generelle Kaufberatung für den perfekten Softdart geben. Der Kauf eines Softdarts ist eine zuhöchst individuelle Angelegenheit. Jeder Spieler muss seinen Dart auf sich, seinen Wurf und seine Bedürfnisse anpassen. Es empfiehlt sich auch bei Kauf eines kompletten Darts eigene Variationen und Anpassungen vorzunehmen.

Beim Gewicht sollte man beim Softdart beim maximalen Gewicht von 18g starten. Der Kauf eines schwereren Sofdarts lohnt, weil das höhere Gewicht schlechte Würfe besser ausgleicht. Leichtere Darts sind oft schwerer spielbar und damit vor allem für Anfänger ein ungeeigneter Kauf.

Potentiell sollten erfahrene Spieler auf ein Tungsten-Barrel zurückgreifen. Wie bereits erwähnt hat dieses Material eine hohe Dichte und erlaubt somit schmalere Barrels bei gleichbleibendem Gewicht zu fertigen. Für Anfänger lohnt sich diese Investition jedoch nicht. Sie sollten die günstigeren Messing-Barrels kaufen. Bei schwachem Wurf sollten tropfenförmige Barrels verwendet werden. Diese verlagern den Schwerpunkt nach vorne. Bei starkem Wurf empfehlen sich hingegen zylinderförmige Barrels.
Die Shaftlänge sollte neben den im vorherigen Textabschnitt erwähnten Kriterien so gewählt sein, dass die Hände gut positionierbar sind. Nur ein entspannter, sicherer Griff ermöglicht einen guten Wurf. Für längere Shafts spricht zudem der höhere Auftrieb. Sie sind leichter und mit weniger Kraft zu spielen. Die Aluminium-Shafts sind im Übrigen empfindlicher bei Beschädigung. Es empfiehlt sich der Kauf von Kunststoff-Shafts.

Bei den Flights spielen die meisten Spielern mit der Standard-Form. Die Flächenangaben dienen übrigens nur der Orientierung. Entscheidend beim Kauf des Dart-Flights ist es, dass die Balance zwischen Shaft und Flight gefunden werden muss, um einen stabilen Flug zu erzielen.

Conversion Points – ein nützlicher Helfer, um Softdarts in Steeldarts umzuwandeln

Wer Softdart spielt und vielleicht doch hin und wieder auf ein Steeldart-Board werfen will, dem seien Conversion Points ans Herz gelegt. Diese kleinen Helfer wandeln Softdarts in Steeldarts um. Bei den Conversion Points handelt es sich um aufschraubbare Stahlspitzen. Gründe für die Verwendung dieser gibt es zweierlei: Die Investition in eigene Steeldarts mag nicht lohnen oder aber – und das ist eigentlich das weitaus wichtigere Kriterium – man will das Gefühl für seinen Softdart verlieren.

Wer jedoch Softdarts mit einem Gewicht unterhalb von 15g verwendet, sollte keine Conversion Points kaufen. Das hohe Gewicht der Stahlspitze würde die Darts zu kopflastig werden lassen und sich stark negativ auf das Flugverhalten auswirken. Als ideal haben sich Softdarts mit einem Gewicht um die 17-18g für die Umwandlung in einen Steeldart erwiesen.

Softdartscheiben

Bei den Boards für Softdarts lässt sich zwischen zwei Varianten unterscheiden: Den Automaten und den Softdartscheiben aus Plastik mit kleinen Löchern. Erstere lasse sich wohl preisbedingt nur in Bars und Vereinen finden, letztere sind für den Hausgebrauch geeignet und lassen sich in unterschiedlichen Preiskategorien kaufen. Zu bedenken ist, dass bei Automaten jeweils ein kleiner Obulus bei Nutzung fällig ist.

Charakteristisch für Automaten ist ihr Sound. Auch wenn einige diesen eher als akustische Belästigung empfinden, macht für viele Spieler erst der Sound ein richtiges Spiel aus. Sie motivieren und lassen einen Triumphe fühlen. Erst das Gebimmel würdigt sozusagen einen guten Wurf.

Sowohl Automaten als auch E-Dart-Scheibe ist gemein, dass sie das Rechnen für einen übernehmen. Lästiges Kopfrechnen entfällt folglich. Man kann sich vollständig auf seinen Wurf und seinen Gegner konzentrieren. Zudem werden im Softdart auch Abpraller gewertet. Während man beim Steeldart schon einmal auf andere Felder ausweichen muss, da das anvisierte Feld verdeckt ist, kennt man dieses Problem beim Softdart folglich nicht. Der Automat wertet schließlich jeden Aufpraller.

Die Softdartscheiben und Automaten bieten zudem zahlreiche Spiele und Spielvarianten an. Ob nun Cricket, Around the World oder Fuchsjagd: Alles lässt sich anwählen und folglich spielen. Spielvarianten wie Double-Out, Single-In und so weiter bieten zudem die Möglichkeit auf Variation.

Softdarts – Vereine, Ligen und Clubs

Ebenso wie beim Steeldart lassen sich beim Softdart viele verschiedene Vereine, Ligen und lokale Clubs finden. Bekannt sind unter anderen der DDSV, der Deutsche Dart Sportverband e.V. oder der DSAB, der Deutsche Sportautomatenbund e.V. Anzumerken ist allerdings, dass der Steeldart die bekanntere beziehungsweise prestigeträchtigere Variante des Dartsports stellt. Dort finden die großen Turniere mit den höheren Preisgeldern statt.

Softdart ist trotz allem sehr beliebt und gemunkelt auch verbreiteter. Nicht zuletzt wegen der einfacheren Zugänglichkeit der Boards im öffentlichen Raum. In vielen Städten haben sich Dartverine mit eigenen, freien Ligen gegründet. Die jeweilige Spielvariant wird abhängig von der jeweiligen Liga gewählt. Als Tipp: Einfach einmal vorstellig werden. Die Vereine freuen sich immer über neue Spieler unabhängig davon ob es sich um geübte Spieler oder Anfänger handelt. Berührungsängste müssen nicht bestehen!