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Was ist E-Dart?

Es gibt zwei verschiedene Spielarten von Dart: Steel- und E-Dart. E-Dart wird auch als Softdart oder elektronisches Dart bezeichnet. Charakteristisch für Steeldart sind die Dartspitzen als Stahl. Diese sind jedoch für E-Dart nicht verwendbar. Die empfindlichen, elektronischen Dartscheiben würden durch diese Schaden nehmen. Bei E-Dart wird folglich mit Elektronik schonenden Darts mit Kunststoff-Spitzen gespielt. Des Weiteren besitzen Darts, die für elektronisches Dart benutzt werden, ein geringeres Gesamtgewicht von maximal 18g und sind kürzer (16,8cm) als Steeldarts.

Durch die Nutzung von sogenannten Conversion Points lassen sich im Übrigen E-Darts in Steeldarts umwandeln. Die aufschraubbaren Metallspitzen sind leicht anzubringen. Man sollte jedoch beachten, dass Darts durch Conversion Points kopflastiger werden. Sie sind deswegen nur für E-Darts mit einem Gewicht von 15-18g empfehlenswert in der Nutzung. Darüber hinaus lassen sich im Übrigen E-Darts auch direkt auf einigen Steeldartboards spielen. Je nach verwendeten Boardmodel halten die Kunststoff-Spitzen im Sisal. Wer für einen höheren Grip seiner elektronischen Darts sorgen will, kann diese zusätzlich leicht anspitzen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Darts im Steeldartboard hängen bleiben. Diese Methode ist jedoch nur zu Hobbyzwecken wirklich praktikabel.

Das Zählen beim elektronischen Dart übernimmt im Übrigen der Automat. Gewertet werden alle Treffer – folglich auch Bouncer. Neben den üblichen Triple-Feldern finden sich auch Automaten mit Vierfach-Feldern. Diese sind jedoch nicht bei Ligaspielen zugelassen. Die Dartscheibe hängt im Übrigen in einer Höhe von 1,73m und der Abstand von Oche bis hin zur Front der Dartscheibe beträgt inzwischen konform mit dem Steeldart 2,37m.

E-Darts – Aufbau und Tips

Die Zusammenstellung und der Aufbau von Steel- zu E-Dart sind gleich. Sie besitzen als Hauptelemente eine Spitze die übergeht in das Barrel, das Griffstück des Darts. Es folgt der Shaft, dem der Flight aufgesetzt wird. Zu beachten ist, dass jeder Bestandteil des Darts auf die individuellen Bedürfnisse des Spielers angepasst werden muss, sodass der eigene Wurf optimal unterstützt wird. Wichtig ist hier zu bedenken, dass die einzelnen Elemente auch untereinander interagieren und somit Änderungen in einem Bestandteil eine Änderung eines anderen verursachen kann.

Die Spitze des elektronischen Darts ist wie bereits erwähnt aus Kunststoff gefertigt. Sie wird auch Tip oder Point genannt. Abhängig davon, ob man den Dart auch an der Spitze führt, sollte die Spitze griffiger und länger ausfallen. Die Länge sollte insgesamt so gewählt sein, dass die Finger ausreichend Platz zum Fassen haben. Bei den Spitzen handelt es sich beim E-Dart im Übrigen um ein reines Verbrauchsprodukt, da diese beim Spiel leicht Beschädigung nehmen.

Entscheidend für das Gesamtgewicht des E-Darts ist zumeist das Barrel, das Griffstück des Darts. Sie sind in unterschiedlichen Gewichten, Formen, Griffprofilen und Materialien erhältlich. Tungsten (Wolfram) Barrels sind besonders hochwertig. Je höher der prozentuale Anteil an Tungsten nämlich ist, desto dünner kann der Dart bei gleichbleibendem Gewicht geformt werden. Das Barrel sollte allgemeinen so gewählt werden, dass es ausreichend Platz für die Finger bietet und zudem eine gewisse Griffigkeit besitzt.

Shafts bilden die Verbindung zwischen Barrel und Flight. Wichtig bei Kauf ist, dass man mit einbezieht wo man den E-Dart packt. Der Schwer- und Griffpunkt des Darts sollten nämlich möglichst überlappen. Das heißt, dass Spieler die den Dart weiter vorne greifen, einen kopflastigeren Dart bevorzugen sollten. Die Kopflastigkeit wird erzielt durch Verwendung eines kurzen Shafts. Längere Shafts verlagern den Schwerpunkt hingegen nach hinten. Shafts werden unter anderem aus Nylon, Aluminium oder Kohlefasern hergestellt.
Flights werden dem Shaft aufgesetzt. Sie stellen die Flüge des Darts dar und stabilisieren die Flugbahn. Übliche Materialien sind Poylester oder Nylon. Es werden Formen wie kite, Pear, Standard oder Teardrop angeboten. Generell lässt sich sagen, dass schwerere Darts mit Flights mit einer höheren Oberfläche gespielt werden sollten. Leichtere Darts kommen hingegen mit Flight mit einer geringeren Oberfläche aus.

E-Dart Scheiben

E-Dart lässt sich sowohl auf elektronische Dartscheiben als auch Automaten spielen. Erstere sind für den Hausgebraucht geeignet, da weniger kostenintensiv und platzsparender. Die Automaten lassen sich hingegen eher in gewerblichen Betrieben finden und sind kostenpflichtig in der Nutzung.

Der große Vorteil von elektronischen Dartscheiben und Automaten ist, dass sie automatisch den Score kalkulieren. Lästiges Kopfrechnen entfällt folglich, was besonders angenehm ist, wenn man zum Beispiel in geselliger Runde bei ein paar Bier spielt. Die Konzentration liegt vollständig beim Gegner und dem Wurf und Streit über den Score kann auch nicht aufkommen. Sehr gute Automaten geben einen zudem noch mögliche Check-Out Wege an. Beim elektronischen Dart werden im Übrigen auch Abpraller gewertet. Blockierte Felder werden so zu keinem Problem.

Die charakteristischste Eigenschaft von E-Dart Scheiben und Automaten ist ihr Sound. Sie machen das eigentliche Spiel aus und vermitteln ungeheurere Emotionen. Wichtig bei Kauf ist zu beachten, dass der Sound regelbar sein sollte, um Lärmbelästigung zu vermeiden. Ebenso entscheidend bei Kauf: Die Spiele und Spielvarianten. Je nach Modell werden unterschiedliche Spiele und Varianten angeboten. Ein Check vor Kauf lohnt deswegen.

Kaufstipps für Anfänger im E-Dart

Wie so oft im Dartsport lässt sich keine generelle Empfehlung mein Kauf eines elektronischen Darts aussprechen. Die einzelnen Bestandteile müssen wie stets den eigenen Anforderungen angepasst werden. Als genereller Tipp: Wer zufrieden mit seinem Dart ist, sollte keine Änderungen vornehmen. Wer hingegen zum Beispiel nicht mit der Gruppierung seiner Darts zufrieden ist, sollte Optimierungen vornehmen.

Da es einfacher ist mit schwereren Darts zu spielen, wird Anfängern empfohlen mit dem maximalen Gewicht von 18g zu starten. Dieses gleicht schlechte Würfe besser aus. Außerdem fällt es gerade Anfängern leichter ein Gefühl für den Dart zu entwickeln, wenn sie das Gefühl haben etwas in der Hand zu halten. Tungsten-Barrels sind im Übrigen eher für erfahrene Spieler geeignet. Für Anfänger lohnt die höhere Investition erst einmal nicht. Die günstigeren Messing-Barrels sind hier ausreichend. Spieler mit schwachen Wurf sollten tropfenförmige Barrels spielen; Spieler mit starken Wurf zylinderförmige. Erste verlagern den Schwerpunkt mehr nach vorne, letztere mehr nach hinten.

Bezüglich der Shaftlänge sollte man vor allem die vorherigen Tipps beachten. Die Finger sollten gut positionierbar sein und ausreichend Platz zur Verfügung haben. Wer seinen Fingern nicht genug Platz einräumt, droht die Kontrolle über den Wurf zu verlieren. Längere Shafts sind im Übrigen mit weniger Kraft werfbar und verleihen mehr Auftrieb. Anfänger wird zudem die Verwendung von Kunststoff-Shafts empfohlen. Die Aluminium-Shafts sind nämlich anfälliger für Beschädigung. Die Flights werden oft in Standard-Form eingesetzt. Je nach Shaftlänge kann eine andere Flightform die Flugbahn des Darts stark beeinflussen. Beide Bestandteile sollten folglich aufeinander abgestimmt werden. Auch Flights sind im Übrigen ein Verbrauchsmaterial.

Vereine, Ligen und Clubs im elektronischen Dart

E-Dart wird weltweit von vielen Spielern gespielt. Zumeist jedoch eher im Hobby- und Semiprofessionellenbereich. Es gibt allerdings auch Prof-Ligen. Diese sind jedoch weniger prestigeträchtig und mit weniger Preisgeld ausgeschrieben als Turniere im Steeldartbereich. Die zahlreichen Vereine und lokalen Clubs lassen sich einen jedoch trotz allem gut aufgehoben fühlen.

Gegenüber Steeldart besitzt E-Dart eine größere und einfachere Zugänglichkeit. In vielen Städten gibt es so zum Beispiel freie Ligen und Turniere. Bekannte Vereine sind des DDSV, der Deutsche Dart Sportverband e.V. und der DSAB, der Deutsche Sportautomatenbund e.V. Wer Interesse und Freude an einem gemeinsamen Spiel hat, sollte einfach einmal vorbeischauen. Die Vereine freuen sich immer über neue Spieler und helfen gerne dabei, dass eigene Spiel weiter zu verbessern.