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Steeldartscheiben

Steeldartscheiben haben ihren Ursprung bei den Wagenrädern. Ähnlich wie beim Bogenschießen wurde das Rad früher als Zielscheibe benutzt. Die Anordnung des Boards ist so gewählt, dass die Radspeichen das Board in 20 Segmente unterteilen. Den Segmenten wird eine Wertigkeit von 1-20 zugeteilt. Segmente mit einem hohen Wert sind dabei so positioniert, dass sie neben Segmenten mit einer niedrigen Wertigkeit liegen. Steeldartscheiben fordern dank dieses Aufbaues von den Dartspielern eine hohe Treffsicherheit und strafen Ungenauigkeiten im Wurf umgehend mit einem niedrigen Score. Nicht zuletzt wegen diesem raffinierten Aufbau handelt es sich beim Dart definitiv um kein Glücks- sondern ein Geschicklichkeitsspiel.

Mittig in der Steeldartscheibe liegt das Bull’s Eye oder Double-Bull. Es besitzt eine Wertigkeit von 50. Das Bull’s Eye ist aber entgegen der Laienmeinung nicht das Feld mit der höchsten Wertigkeit. Dieses ist das Triple 20-Segment. Umgeben wird das Bull’s Eye vom Single Bull mit einer Punktzahl von 25. Die inneren, schmalen Ringe werden Triples genannt und verdreifachen die Wertigkeit des Feldes. Die Doubles, die außen gelegen sind, führen zur einer Verdopplung. Die großflächigen restlichen Segmente werten nur einfach.

Material und Maße

Steeldartscheiben können potentiell aus drei verschiedenen Materialien hergestellt werden. Kork und Papier bieten sich hier als kostengünstigeres Material an. Hochwertiger und teurer ist die Verwendung von Sisalfasern. Bei Sisal handelt es sich um eine Naturfaser, die aus den Blättern von Agaven gewonnen wird. Steeldartscheiben aus Sisal lassen sich bereits ab 40-50 Euro aufsteigend erwerben. Ebenso wichtig ist die Dicke der sogenannten Spinne. Diese setzt sich aus Draht zusammen und unterteilt die einzelnen Segmente. Die Spinne sollte formstabil und zugleich maximal dünn sein. So werden Abpraller vermieden.

Die Abstände in Steeldartscheiben sind im Übrigen genormt. Sie beruhen auf der Sport- und Wettkampfverordnung des Deutschen Dartverbandes. Die Entfernung vom äußeren Doppeldraht bis hin zum Inner-Bull beträgt zum Beispiel 170mm; die Entfernung vom äußeren Tripledraht hin zum Inner-Bull hingegen 107mm. Das Double-Bull besitzt einen Durchmesser von 12,7mm.

Was muss man beim Kauf einer Steeldartscheibe beachten?

Entscheidend ist letztendlich der eigene Geschmack. Eine pro forma Empfehlung lässt sich für Steeldartscheiben nicht aussprechen. Einige Dinge sollte man beim Kauf jedoch beachten: Neben der Einhaltung der genormten Abstände, der möglichst dünnen und zugleich formstabilen Spinne, sollte hochwertiges Material verbaut werden. Hier empfiehlt sich Sisal. Dieses ist zwar teurer in der Produktion als Kork oder Papier, aber bereits ab 40-50 Euro zu haben.

Aufgrund der hohen Abnutzungsrate muss das Oberflächenmaterial nämlich möglichst formstabil und langlebig sein. Beim Rausziehen von Darts sollte sich das Obermaterial nicht ablösen und sich Lücken im Material, die durch auftreffende Darts entstehen, sofort wieder schließen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Bouncer vermehrt auftreten. Sisalboards kommen mit diesen Anforderungen insgesamt besser klar. Segmente werden übrigens oft einseitig abgenutzt. Deswegen empfiehlt es sich das Board regelmäßig zu drehen, um eine gleichmäßige Abnutzung herbeizuführen. Dies erhöht die Haltbarkeit von Steeldartscheiben. Klassische Steeldartscheiben werden in den Farben rot-grün-weiß-schwarz angeboten, aber andere Farbkombinationen sind ebenfalls erhältlich.

Anbringung einer Steeldartscheibe

Steeldartscheiben hängen in einer Höhe von 1,73m. Dieser Wert bezieht sich auf den Mittelpunkt des Boards. Die Ausrichtung ist so vorzunehmen, dass das 20er Segment auf 12 Uhr steht. Der Abstand zur Wurflinie (Oche) liegt bei 2,37m. Diese Maße sollten exakt eingehalten werden, um auch Zuhause zum Beispiel unter Wettkampfbedingungen zu trainieren. Ein gutes Augenmaß ist hier nicht als ausreichend anzusehen.

Ebenso wichtig sind bei der Anbringung von Steeldartscheiben Konzepte bezüglich des Lärm- und Beschädigungsschutzes mit einzubeziehen. Als Bodenschutz empfiehlt sich beispielsweise ein dicker Teppich und Korkplatten, die sich idealerweise bis hinter die Oche ziehen. Achtung: Wenn sich der Bodenschutz bis hinter die Oche erzieht, muss das Dartboard um die entsprechende Höhe des Bodenschutzes angepasst werden!

Für den Wandschutz empfiehlt sich die Steeldartscheibe nicht direkt an der Wand anzubringen, sondern dieses erst auf Kork- oder Spanplatten zu befestigen, sodass eventuell fehlgeleitete Darts in diese statt in die Wand einschlagen. Zur Lärmvermeidung sollte die Steeldartscheibe zudem durch die Nutzung von Dämmmaterial oder Noppenschaum von der Wand entkoppelt werden. Wer nicht dermaßen handwerklich geschickt ist, kann alternativ einen Dartscheibenständer erwerben. Dabei handelt es sich um freistehende, universelle Ständer, die einfach auf- und abbaubar und somit gut zu transportieren sind.