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Dartscheiben

Dartscheiben werden für Soft- (auch E-Dart) und Steeldart angeboten. Potentiell unterscheiden sich beide Boards nicht im Aufbau an sich, aber besitzen doch charakteristische Unterschiede aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen von Soft- und Steeldart. In Softdartscheiben wird zum Beispiel Elektronik verbaut. Hier übernimmt das Dartboard das Rechnen für den Spieler. Gute Modelle geben zudem mögliche Check-Out Wege vor. Das Spiel ist also fair gestaltet und ermöglicht zugleich den Fokus auf den Wurf und Gegner.

Um die empfindliche Elektronik zu schützen, darf beim Softdart nur mit einer Kunststoffspitze und einem maximalen Gewicht der Darts von 18g gespielt werden. Die elektronischen Dartscheiben verfügen über unterschiedliche Features und stehen in diversen Preiskategorien ab 100 Euro aufwärts zum Kauf. Neben den charakteristischen Softdartboards wird beim Softdart auch auf Automaten gespielt. Diese sind jedoch platz- und kostenintensiv und folglich für den Hausgebrauch ungeeignet.

Softdartscheiben lassen sich in der Variante 2-Loch oder 3-Loch kaufen. Hochwertigere Scheiben besitzen eher das 2-Lock System. Die Löcher sind so konzipiert, dass sie die Darts in das Loch leiten. Trotz allem kommt es beim Softdart vermehrt zu Abprallern. Im Gegensatz zu Steeldart werden diese jedoch beim Softdart gewertet. Typisch für eine Softdartscheibe sind ihre Soundeffekte. Sie kreieren die packende Spielatmosphäre und animieren den Spieler zu Höchstleistungen.

Dartboards für Steeldart kommen hingegen ohne Technik aus. Sie werden aus Kork, Papier oder Sisal hergestellt. Sisal ist eine Naturfaser. Sie wird aus den Blättern der Agave hergestellt. Die Unterteilung der Segmente erfolgt mittels einer Metallspinne. Diese sollte formstabil und doch zugleich dünn sein, um Bouncer zu vermeiden. Steeldartscheiben sind bereits ab 15-20 Euro kaufbar. Ab 40 Euro aufsteigend lassen sich zudem Profi-Boards aus Sisal erwerben. Der Kauf einer Steeldartscheibe ist also folglich weitaus kostengünstiger als die eines elektronischen Dartboards.

Dartscheiben - eine kleine Lehre zum Ursprung

Ihren Ursprung haben Dartscheiben bei den Wagenrädern. Diese wurden nämlich ähnlich wie beim Bogenschießen anfangs als Ziel genutzt. Die Unterteilung des Dartboards in Segmente erfolgte bereits damals mittels der Radspeichen. Die moderne Dartscheibe wurde wiederum von dem britischen Zimmermann Brian Gamlin erfunden. Dieser teilte das Dartboard Ende des 19ten Jahrhunderts in 20 Segmente mit einer Wertigkeit von 1-20 ein. Die Positionierung der Segmente erfolgte dabei so, dass Segmente mit einer hohen Wertigkeit von Segmenten mit einer niedrigen Wertigkeit flankiert werden. Dieser Aufbau schränkt den Zufallsfaktor des Spieles ein und fordert zugleich eine hohe Treffsicherheit von den Spielern. Wer sich minimal verwirft, kann so statt im 20er im 1er Segment landen. Zudem wurden später die Triple- und Double-Felder eingeführt.

Aufbau und Maße eines Dartboards

Dartboards – unabhängig davon ob sie für Soft oder Steeldart benötigt werden – sind immer gleich aufgebaut. Mittig liegt das Bull’s Eye, das auch Double-Bull genannt wird. Sein Wert liegt bei 50. Umgeben wird das Bull’s Eye vom Outer-Bull oder Single Bull mit einer Punktzahl von 25. Bei den äußeren, schmalen Ringen handelt es sich um die Doubles. Namenskonform verdoppeln diese die Wertigkeit des Feldes. Die inneren, schmalen Segmente sind Triples. Sie verdreifachen den Wert des Feldes. Die großen, restlichen Segmente werten wiederum einfach. Der höchste Wert, der folglich mit einem einzelnen Dart erzielt werden kann, ist die Triple-20 mit einem Gesamtwert von 60 pro Dart.

Die Abstände im Board sind im Übrigen genormt. Sie beruhen auf der Sport- und Wettkampfverordnung der Dartverbände. Das Double-Bull besitzt so zum Beispiel einen Durchmesser von exakt 12,7mm und die Entfernung vom äußeren Tripledraht hin zum Bull’s Eye 107mm.

Was sollte bei Kauf eines Dartboards beachtet werden?

Pro forma Empfehlungen gibt es für den Kauf eines Dartboards leider nicht. Der eigene Geschmack entscheidet grundsätzlich mit. Klassische Steelboards sollten eine möglichst dünne Spinne haben und aus hochwertigem Material, am besten Sisal, gebaut sein. Die Oberfläche muss möglichst formstabil und gut verklebt sein. Sie darf sich auf keinen Fall beim Entfernen der Darts ablösen. Lücken, die durch den Aufprall der Darts entstehen, sollten sich zudem selbstständig wieder schließen. Größere Lücken führen nämlich zu vermehrten Abprallern beim Spiel. Segmente werden im Übrigen zumeist einseitig bespielt. Es empfiehlt sich die Dartscheibe regelmäßig zu drehen, um eine gleichmäßige Abnutzung zu erzielen. Klassische Farben für Steeldartscheiben sind rot-grün-weiß-schwarz. Andere Farbkombinationen stehen aber ebenfalls zum Kauf.

Beim Kauf einer elektronischen Dartscheibe ist ungleich mehr zu bedenken. Wichtig ist, dass man den Sound nicht nur zu- und ausschalten kann, sondern dass er auch regulierbar ist. Ebenso kaufentscheidend: Das Board sollte so gekauft werden, dass man auch in größere Runden mit ihm spielen kann. Die Anzahl der Spieler ist nämlich abhängig vom jeweiligen Modell. Zudem sollte das System nach drei Würfen automatisch zum nächsten Spieler weiterschalten.

Zudem können sich Spielvarianten und Spiele je nach Modell unterscheiden. Wer Lieblingsspiele hat, sollte vor Kauf schauen ob diese auch auswählbar ist. Virtuelle Gegner sind zudem für das Training oder für Spieler, die oft alleine spielen, interessant. Die Stärke des virtuellen Gegners sollte dabei je nach eigenem Können auswählbar sein. Die Anzeigen der elektronischen Dartscheiben sollten zudem auch aus der Entfernung noch gut lesbar sein. Nur so kann der Spieler dem Spiel optimal folgen. Zuletzt sollte das Menü einfach bedienbar sein und bestenfalls Deutsch oder zumindest Englisch als Sprachoption besitzen.

Anbringung einer Dartscheibe

Unabhängig davon, ob es sich um eine Steel- oder Softdartscheibe handelt, ist die Befestigung der Dartscheibe ein wichtiges Kriterium. Befestigungen für die Anbringung an der Wand sind teilweise bei Kauf des Dartboards bereits enthalten. Wichtig sind dreierlei Dinge bei der Anbringung: Die korrekten Abstände sowie der Lärm- und Beschädigungsschutz. Beim Steeldart hängen die Boards in einer Höhe von 1,73m; beim Softdart hingegen in einer Höhe von 1,72m. Beide Werte beziehen sich jeweils auf den Mittelpunkt des Dartboards. Es ist hierbei enorm wichtig diesen Abstand einzuhalten, um zu jederzeit unter Wettkampfbedingungen zu spielen.

Der Schutz des Bodens ist insbesondere beim Steeldart enorm wichtig. Die massiven Stahlspitzen bohren sich in Teppiche, Laminat und Parkett und führen so zu Löchern. Zum Schutz des Bodens sind unter anderem Teppiche und Korkplatten geeignet. Idealerweise sollte sich der Bodenschutz bis hinter die Wurflinie ziehen, da auch in diesem Bereich Schäden durch fallen gelassene Darts entstehen können. Bei Anbringung bis hinter die Wurflinie, muss beachtet werden, dass das Dartboard um die entsprechende Höhe des Bodenschutzes höher angebracht werden muss. Neben der Schutzfunktion tragen Teppiche unter anderem auch zum Lärmschutz bei, wenn man einen besonders schallleitenden Boden besitzt.

Zum Schutz der Wand sollte das Dartboard nicht direkt an der Wand angebracht werden. Hier empfiehlt sich die Verwendung von Kork- oder Spanplatten. Alternativ kann man auch einen Rahmen für die Dartscheibe kaufen. In dieser bleiben die Darts stecken und können bequem eingesammelt werden. Zusätzlich sollte man das Dartboard von der Wand entkoppeln. Hier können Dämmmaterialien und Noppenschaum helfen. Alternativ kann man auch einen Dartscheibenständer kaufen. Bei diesen handelt es sich um ein dreibeiniges, freistehendes Gestell, an dem das Dartboard an einem teleskopartigen Auszieher befestigt wird. Sie sind universelle nutzbar und zugleich transportabel. Durch ein simples Klicksystem und Faltbarkeit der einzelnen Bestandteile ist der Dartscheibenständer zudem schnell auf- und abbaubar. Spieler, die gerne an unterschiedlichen Orten Dart spielen, sollten über den Kauf eines Dartscheibenständers definitiv nachdenken.