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Dart-Zubehör – nützliche Helfer oder sinnloser Quatsch?

Kaum eine Frage ist beim Dartsport wohl dermaßen diskutiert wie diejenige, welche Dinge wirklich unabdingbar sind um seinen Sport nachzukommen. Gerade beim Dart kennt das Zubehör doch nahezu keine Grenzen; die Anbieter überschlagen sich vor Angeboten. Manches Zubehör mag dabei ein nützlicher Helfer sein, anderes aber sicher sinnloser Quatsch, der nur dazu dient einem das Geld aus den Taschen zu ziehen. Wer benötigt schon für teures Geld einen Abstandmesser, um die Position der Oche (Wurflinie) zu bestimmen, wenn es ebenso gut ein simpler Zollstock tut?

Jeder Spieler muss letztendlich selber entscheiden, welche Dinge für in unabdingbar beim Dartspielen sind oder zumindest ein nützliches Gimmick darstellen. Die nachfolgende Übersicht an Dart-Zubehör soll die verschiedenen Produkte vorzustellen und einen kleinen Einblick in die Vielzahl an Dart-Zubehör ermöglichen. Zudem werden Alternativen zu den dartspezifischen Produkten gelistet, die in jeden Baumarkt erhältlich sind.

Dartteppiche – Schutz und Abstand

Dartteppiche haben gleich zwei große Vorteile. Sie bieten einerseits Schutz vor herunterfallenden Pfeilen und zeigen zugleich den international gültigen Turnierabstand (2,37m beziehungsweise 2,44m) zwischen Board und Wurflinie an. Bei Kauf dieses durchaus nützlichen Dart-Zubehörs sollte darauf geachtet werden, dass sie einen rutschsicheren Untergrund (zum Beispiel genopptes Gummi) besitzen, da nur so ein sicherer Stand gewährleistet ist. Ebenso wichtig ist eine ausreichende Dicke des Dartteppiches, damit die scharfen Spitzen der Steeldarts nicht doch noch den Boden beschädigen. Besonders praktisch an Dartteppichen ist, dass sie nach dem Spiel einfach zusammengerollt und weggeräumt werden können. Nachteilhaft an diesem Dart-Zubehör ist jedoch, dass die Oche nicht fühlbar ist. Dank einem lediglich simplen Druck der Oche ist ein Übertreten möglich. Zudem kann man Dartteppiche zumeist erst ab 30-50 Euro kaufen. Selbstgebaute Konstruktionen mit Span- oder Korkplatten sind hier eine preisliche Alternative zu diesem Dart-Zubehör, allerdings natürlich nicht praktikabel verstaubar.

Surround – Catchring – Auffangfeld

Vielen Namen. Eine Funktion. Surrounds oder eben auch Catchringe oder Auffangfelder schützen sowohl die Wand vor Fehlwürfen als auch die Darts an sich. Sie werden um das Board herum angebracht und fangen so Fehlwürfe ab. Durch dieses nützliche Dart-Zubehör wird nicht nur die Wand geschont, sondern auch die empfindlichen Dartspitzen geschont. Je nach Modell fallen Surrounds rund oder eckig, kleiner oder größer aus. Die meisten Modelle sind dabei für Dartboards mit einem bestimmten Durchmesser nutzbar. Surround sind besonders formstabil und damit langlebig. Zudem kann man viele beidseitig nutzen. Die Montage erfolgt zumeist über ein simples Stecksystem. Eine handwerkliche Alternativ stellt hier eine Konstruktion aus Span- oder Korkplatten, die jedoch zusätzlich mit einem weichen Auffangmaterial beklebt sein müssen, um die Darts nicht zu beschädigen.

Dart-Halterungen

Die klassische Anbringung des Dartboards erfolgt an der Wand mit Dart-Halterungen. Vor Kauf des Dartboards lohnt es zuschauen, ob und inwiefern ein Halterungssystem dem Kauf bereits beiliegt. Dart-Halterungen sollten einen möglichst stabilen Halt gewähren und zugleich einfach in der Anbringung sein. Wichtig bei diesem Dart-Zubehör ist neben der Fixierung des Boards auch der Lärmschutz. Das Board sollte von der Wand entkoppelt werden zwecks Lärmreduzierung. Dart-Halterungen als separates Dart-Zubehör sind bereits ab 10 Euro erhältlich. In klassische Systeme wird das Board mit Hilfe einer Metallplatte in die Halterung eingehängt. Problematisch ist hier, dass gebohrt werden muss. Ein besonderer Clou sind Halterungen mit Drehelement.

Dartscheibenständer – eine Alternative oder überteuert?

Eines vorweg: Dartscheibenständer kosten gut das 10fache einer klassischen Dart-Halterung. Der hohe Preis kann sich jedoch trotz allem rechnen. Gerade für Spieler die gerne an variablen Orten spielen sind Dartscheibenständer geeignet. Dieses Dart-Zubehör zeichnet sich nämlich durch eine hohe Transportabilität aus. Sie haben ein geringes Gewicht (max. 5kg), sind leicht zusammenbaubar und durch Klickelemente und einzieh- und klappbare Elemente transportabel. Zudem bieten sie den Vorteil einer Entkopplung von der Hand und reduzieren somit den Lärm. Dartscheibenständer setzen sich aus einem 3-beinigen Gestell mit teleskopartigen Auszieher zusammen. Sie bestehen aus Edelstahl, Titan oder Aluminium. Wichtig bei Kauf dieses Dart-Zubehörs ist der stabile Stand. So wird ein Aufschaukeln der Konstruktion durch aufschlagende Darts verhindert. Dartscheibenständer kann man zwar auch selber bauen, dies erfordert aber mehr als das übliche Geschick und die Transportabilität wird zumeist durch die Selbstkonstruktion eingeschränkt.

Die Abwurfmarkierung - ein fühlbarer kleiner Helfer

Die Oche (oder auch Wurflinie) gibt den offiziellen Turnierabstand zum Board beim Wurf an. Gemessen wird dieser ab der Oberfläche des Boards. Der Turnierabstand liegt bei Steeldart bei 2,37m; bei Softdart hingegen bei 2,44m. Die Abwurfmarkierungen sind ein durchaus nützliches Dart-Zubehör. Sie sind selbstklebend und damit schnell fixiert. Der große Vorteil dieser Abwurfmarkierung ist, dass sie die Oche fühlbar machen. Die Augen können folglich stets das Ziel fixieren und werden nicht abgelenkt. Ein Übertreten wird dank dieses nützlichen Dart-Zubehörs nahezu unmöglich!

Viele Modelle besitzen zudem eine Trainings-Skala, die der Optimierung der Fußposition gilt. Alternativ zum Kauf einer Oche-Abwurfmarkierung (ca. 15 Euro) bietet sich eine selbstgebaute Konstruktion an. Einfach ein Stück Holz erwerben und auf den Boden fixieren. Mit ein bisschen Geschick kann man sich sogar eine Abwurfmarkierung basteln, die nach dem Spiel ohne sichtbare Spuren wieder entfernt werden kann (Klettsystem, Schrauben).

Dart-Spitzenschärfer

Dart-Spitzenschärfer halten die Spitzen der Darts schön scharf. Dieses Dart-Zubehör ist für Kunststoff- und Metallspitzen gleichermaßen geeignet. Die Spitzen sollten regelmäßig nachgeschliffen werden, da bei Abflachung der Spitze vermehrt Abpraller (Bouncer) auftreten. Entgegen des Namens sollte die Spitze jedoch nicht spitz zulaufen, sondern leicht abgerundet ausfallen. Leicht abgerundete Spitzen verhindern, dass sich die Spitzen verbiegen und nutzen das Boardmaterial weniger ab.

Alternativ zu einem Dart-Spitzenschärfer kann man auch einfaches Schleifpapier oder einen Schleifstein nehmen. Wichtig ist: Den Dart am besten vor dem Schärfen fixieren. Im Anschluss die Dartspitze erst anspitzen und dann abrunden. Gerade beim Steeldart gehört die Spitzenpflege unbedingt zum Spiel dazu!

Dartkoffer oder Taschen – kleine Verstauwunder

Dartkoffer oder Taschen sind zur Sicherung Aufbewahrung der Darts sowie des Dart-Zubehörs gedacht. Sie sind transportabel, zudem oft stoß- und schlagfest und somit bestens zum Transport der Darts geeignet. Kleine Taschen und ein raffiniertes Schlaufensystem erlauben es dabei allerlei Krimskrams sicher und platzsparend zu verstauen. Je nach Ausführung lässt sich zwischen wenigen Dingen bis hin zu mehreren Dutzend Dart-Zubehörs alles verstauen.

Während die Darttaschen bereits ab einem kleinen Preis erhältlich sind, geht ein Dartkoffer schon ordentlich ins Geld. Für den großen Auftritt sind die eleganten Taschen und glänzenden Koffer jedoch gut geeignet. Alternativ kann man natürlich jede Art von Aufbewahrungssystem verwenden, das ausreichend groß ist. Oftmals lässt sich in irgendeiner Schublade oder im Keller noch etwas Passendes finden.

Turnierblock und Scoreboard

Turnierblocks oder Scoreboards dienen dazu den aktuellen Punktestand einer Partie festzuhalten. Die kleineren Turnierblocks sind dabei einfach verstaubar und transportabel. Scoreboards werden hingegen üblicherweise fest fixiert. Sie bilden großflächig den aktuellen Spielstand ab. Beide haben jedoch die gleiche Funktion. Alternativ zu diesem Dart-Zubehör kann man auch einfach eine kleine Tafel mit Kreide oder ein White-Board verwenden.

Das Fazit

Nicht jedes Dart-Zubehör ist unabdingbar. Vieles ist nützlich, aber nicht unbedingt notwendig. Zudem kann man sich viele Dinge mit ein wenig handwerklichem Geschick auch selber Zusammenbauen oder einfach alternative Produkte benutzen und zweckentfremden. Letzteres ist zumeist weitaus weniger kostenintensiv.