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Steeldart-Barrels – das Herzstück des Darts

Barrels sind das Griff- und Herzstück des Darts. Sie unterscheiden sich in Gewicht, Material, Griffprofil und Länge. Die Spitze ist übrigens oftmals fest in das Barrel integriert. Bei der Wahl des richtigen Steeldart-Barrels ist die individuelle Anforderung an den Dart und die eigene Wurftechnik am kaufentscheidendsten. Das heißt aber im Umkehrschluss auch, dass man bei Gewicht, Material, Form, Länge und Griffprofil seines Barrels keine generelle Kaufempfehlung geben kann. Es empfiehlt sich hier gerade am Anfang diverse Varianten durchzutesten, um einen idealen Support beim Wurf zu bekommen. Meistens werden Steeldart-Barrels im Dreierpack angeboten. Ab 10 Euro lassen sich billige Varianten finden, wobei nach oben natürlich keine Grenzen existieren.

Welches Gewicht ist das Richtige beim Steeldart-Barrel?

Das Gewicht des Barrels beeinflusst beim Steeldart das Gesamtgewicht des Darts am meisten. Es ist die größte und schwerste Komponente des Darts und somit maßgeblich daran beteiligt, wie der Dart in der Hand liegt und wie er sich in der Luft verhält. Erlaubt ist nach offizieller Wettkampfverordnung ein Gesamtgewicht des Darts von bis zu 50g. Dieses maximale Gewicht beim Steeldart wird jedoch nicht wirklich ausgeschöpft.

Die Wahl des Gewichts des Barrels ist eine individuelle Angelegenheit. Üblicherweise bewegt sich das Gewicht des Darts zwischen circa 18-26g. Als Tipp für alle Anfänger: Schwerere Darts gleichen schlechte Würfe besser aus und liegen besser in der Hand. Es empfiehlt sich daher beim Dart mit einem Gewicht von 22-26g zu starten. Im Übrigen: Alle restlichen Bestandteile des Darts erhöhen das Gesamtgewicht nur um die 2g im Schnitt. Wer folglich mit einem 24g Steeldart-Barrel spielt, hat ein Gesamtgewicht des Darts von um die 26g.

Welches Material ist das richtige?

Steeldart-Barrels werden aus Brass (Messing), Tungsten (Wolfram) oder Nickel gefertigt. Bei Messing handelt es sich um eine Legierung aus Kupfer und Zink. Tungsten ist ein Schwermetall mit hoher Dichte und dem höchsten Schmelz- und Siedepunkt aller Metalle. Deswegen kommt es zum Beispiel auch in der Glühwendel von Glühlampen zum Einsatz. Bei Nickel handelt es sich ebenfalls um ein Schwermetall.

Profispieler greifen zumeist auf Steeldart-Barrels aus teurem Tungsten zurück. Der Tungsten-Anteil wird bei diesen in Prozent angegeben (zum Beispiel 80% oder 90%). Je höher der Anteil, desto teurer das Barrel. Der große Vorteil von Tungsten ist, dass je höher sein Anteil im Barrel ist, desto dünner kann das Barrel bei gleichbleibendem Gewicht geformt werden. Die Barrels sind folglich bei hohen Tungstenanteil maximal dünn gefertigt und erlauben somit eine engere Gruppierung auf dem Board. Ein 100%iger Tungsten lässt sich im Übrigen in der Herstellung nicht realisieren.

Anfänger sollten jedoch auf günstigere, allerdings auch dickere Messing-Barrels zurückgreifen. Die Investition in Tungsten lohnt für sie zumeist nicht. Gerade anfangs variieren Spieler nämlich oft bei der Form und dem Gewicht des Barrels. Enge Gruppierungen werden zudem erst mit fortschreitendem Können geworfen.

Welchen Grip sollte das Steeldart-Barrel haben?

Die Griffigkeit beim Dart ist wichtiger, als manch ein Spieler auf den ersten Blick glauben mag. Nur durch einen ausreichenden Gripp ist die volle Kontrolle über den Wurf gewährt. Spezielle Profile wie Sharkfräsung für das Steeldart-Barrel helfen hier, den richtigen Gripp zu erzielen. Es gilt die Regel: Je trockener die eigenen Hände sind, desto griffiger sollte das Barrel sein. Die Riffelungen sind hierbei unterschiedlich stark ausgeprägt und können waage- wie senkrecht ausfallen. Außerdem lassen sich auch Barrels mit Gummierungseinsätzen und Griffmulden finden. Weniger empfehlenswert sind hingegen angemalte Barrels. Diese verringern den Gripp. Im Übrigen: Je griffiger, desto besser ist beim Dart nur bedingt gültig. Bei einem zu hohen Gripp kann der Dart regelrecht an den Fingern kleben.

Eine Besonderheit beim Dart bilden die M3 Barrels. Diese haben das Gewinde außenliegend. So wird ein höheres Gewicht bei gleichzeitiger dünner Fertigung erzielt. M3 Barrels besitzen aufgrund ihres außenliegenden Gewindes zudem einen hohen Gripp. Allerdings müssen beim Spiel mit ihnen spezielle Shafts und Spitzen verwendet werden.

Welche Form und Länge sollten verwendet werden?

Steeldart-Barrels werden in unterschiedlicher Form und Länge angeboten. Tropfenförmige Barrels verlagern das Gewicht nach vorne und sind folglich besser geeignet für Spieler mit schwachem Wurf. Wer hingegen einen kräftigen Wurf hat, sollte auf die gleichdicken, zylinderförmigen Steeldart-Barrels zurückgreifen. Die tropfenförmige Variante eignet sich auch für kleinere Spieler.

Der eigene Griff entscheidet übrigens darüber, wie lang das Barrel sein sollte. Den Fingern sollte ausreichend Platz zugestanden werden, sodass der Griff entspannt und sicher ist. Man sollte zu jederzeit die volle Kontrolle über seinen Dart haben. Erst wenn man all dies beachtet, gelingen stabile, gute Würfe!